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Der Knabenchor in den Medien

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 30.04.2012
Singen und Siegen
"Carmina Burana" zum Abschluss der Chortage

Kurz zögern sie, dann tun sie es doch. Gudrun Schröfel und Jörg Straube geben sich Küsse auf die Wangen. Für einen Moment liegen sich die Leiterin von Johannes-Brahms- und Mädchenchor und der Dirigent des Norddeutschen Figural- und des Bachchores in den Armen. Das Publikum im zum Bersten gefüllten Galeriegebäude hat sich da längst erhoben und klatscht frenetisch Beifall.


"Wir sind auf einem guten Weg", hatte Wolfang Schröfel, der Präsident des Niedersächsischen Chorverbandes, noch vor dem Abschlusskonzert der Chortage Herrenhausen gesagt. Jetzt, nach der "Carmina Burana"-Aufführung sind wohl auch die letzten Zweifel ausgeräumt: Auf ein solches Festival wird man in Hannover nicht mehr verzichten wollen. Rund 3200 Besucher waren am Wocheenende zu den sechs Konzerten mit Chören aus Stadt und Region geströmt. Gute und sehr gute Konzerte seien darunter geweewn, bilanzierte Schröfel die ersten fünf Konzerte. Das sechste, die "Carmina Burana", war dann außergewöhnlich. Tatsächlich ist das Stück von Carl Orff keine Seltenheit im Repertorie und sicher gibt es Aufführungen, die technisch brillanter und klangmächtiger sind - schließlich beschränkte man sich bei den Chortagen auf die bescheiden orchestrierte Fassung für Schlagzeug und zwei Klaviere. Doch was die Emotionalität, die von allen Beteiligten ausging, betrifft, lässt sich dieses Konzert schwerlich übertreffen. Zum Finale hatten sich Sänger aus führenden Ensembles der Stadt - außer den genannten war der Knabenchor mit von der Partie - zu einer bislang beispiellosen Gemeinschaftsproduktion zusammengetan. Die große Gruppe, zu der auch die Solisten Annika Gerhards, William Berger und Andreas Post gehörten, animierten nicht nur die Choristen, sondern auch ihre Leiter. Gudrun Schröfel eröffnete den Abend mit dem imposanten "O Fortuna" und dem ersten Teil des Stückes, um danach bescheiden in die zweite Reihe zurückzutreten und die Kinder des Mädchen- und des Knabenchores, die nur hinter dem Dirigentenpult Platz gefunden hatten, als zusätzliche Taktgeberin zu unterstützen. Jörg Straube übernahm unterdessen die Gesamtleitung und zeigte sich dabei in Bestform: Leuchtende Augen bei den Ausführenden und Zuhörern zeugten davon, dass er mit seiner teilweise unkonventionellen Zeichengebung genau den richtigen Ton getroffen hatte.
Das Publikum wollte die Musiker dann nicht ohne Zugabe ziehen lassen. Für den Abend genügte ein weiteres "O Fortuna", im nächsten Jahr müssen es dann wohl neue Chortage sein.Stefan Arndt

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