Drei Knaben in der Zauberflöte

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Essen, Philharmonie (Alfried Krupp Saal)

"CHRISTMAS CAROLS"
Adventskonzert mit London Brass

London Brass
Knabenchor Hannover
Leitung: Jörg Breiding

Karten unter: http://www.philharmonie-essen.de/konzerte/event/77420.htm


Zum Programm

In dem Konzertprogramm wird gezeigt, welche Hannover-London-Connection es gab und gibt, was uns verbindet und welche Traditionen sich zum einen auf dem europäischen Kontinent und zum anderen auf der „Insel“ entwickelt haben.

Eine erste Gemeinsamkeit: im Jahr 1714 wurde nicht nur der hannoversche Herzog Georg I. König von England. Der an seinem Hof angestellte Komponist Georg Friedrich Händel wurde ebenfalls mit nach London „exportiert“.

An der musikalischen Ausgestaltung der Krönungsfeierlichkeiten wurde der seinerzeit schon sehr renommierte Komponist jedoch zunächst nicht beteiligt. Erst im Jahr 1727, zur Krönung Georgs II., durfte Händel seine berühmten Coronation Anthems komponieren, die jedem Fußballfan heute als Championsleague-Hymne bekannt sind: „Zadock the priest“.

Im ersten Konzertteil erklingen im Anschluss daran adventliche und weihnachtliche Lieder, Hymnen und Motetten, die zum Großteil durch die Kompositionsart der venezianischen Mehrchörigkeit geprägt sind.

Allen voran werden zwei Werke des Schöpfers dieses Kompositionsstils, Giovanni Gabrieli, musiziert. In der Motette "Salvator noster“ singen und spielen beispielsweise drei fünfstimmige Chöre. Gabrieli wirkte am Markusdom in Venedig und hat ganze Musikergenerationen maßgeblich beeinflusst.

Auch Johann Walther, Samuel Scheidt, Michael Praetorius und Andreas Hammerschmidt wenden dieses Prinzip des Wechselspiels zwischen unterschiedlich besetzten Vokal- und Instrumentalgruppen in ihren Motetten und Weihnachtsliedbearbeitungen an.

Bevor der Schlusschor aus Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium den ersten Konzertteil beschließt, kehren wir noch einmal zurück zu Georg Friedrich Händel. Eins der bekanntesten Weihnachtslieder, „Tochter Zion“, entstammt seinem Oratorium „Joshua“ und wird in einer extra für den Knabenchor Hannover und London Brass arrangierten Version zur Aufführung gebracht.

Der zweite Konzertteil ist den englischen „Carols“ gewidmet. Über Generationen hat sich in England ein Kompositionsschema etabliert, welches Komponisten in ihren Weihnachtslied-Arrangements anwenden.

Auch hier wird im Wechsel musiziert: oftmals stellt der Chor eine Melodie im vierstimmigen Satz vor, die Gemeinde singt dann zur Orgel eine Strophe oder den Refrain mit. Am Ende musizieren alle gemeinsam und die Soprane überstrahlen den Gesamtklang mit einer jubelnden Oberstimme, dem sogenannten „descant“.

Komponisten wie John Rutter und David Willcocks haben großartige Arrangements geschaffen und insbesondere in den Fassungen für Blechbläserensemble und (Knaben)Chor entsteht ein kaum zu steigernder prächtiger und strahlender Klang.

Was gibt es schöneres zur Einstimmung auf das Weihnachtsfest?

Jörg Breiding

 


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